Omega-3 bei erhöhten Blutfettwerten: Was können EPA und DHA bewirken?

Omega-3 bei erhöhten Blutfettwerten: Was können EPA und DHA bewirken?

Omega 3 Blutfettwerte – dieser Zusammenhang wird häufig gesucht. Doch was bedeutet das eigentlich und welche Rolle spielen EPA und DHA?

Bei einer Blutuntersuchung tauchen oft Begriffe wie Cholesterin oder Triglyceride auf. Beides gehört zu den Blutfetten, aber es sind unterschiedliche Werte. Omega 3 und Blutfettwerte werden häufig miteinander in Verbindung gebracht. Doch was bedeutet das eigentlich, und welche Rolle spielen dabei EPA und DHA?

Triglyceride sind vereinfacht gesagt Fette, die im Blut transportiert werden. Dein Körper braucht sie als Energiequelle. Problematisch kann es werden, wenn der Wert dauerhaft zu hoch ist.

Genau hier wird Omega-3 interessant.

Die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA werden seit vielen Jahren im Zusammenhang mit Blutfettwerten untersucht. Für EPA und DHA gibt es in der Europäischen Union sogar eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe: DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei. Dieser Effekt ist an eine tägliche Aufnahme von 2 g EPA und DHA gebunden.

Das heißt aber nicht, dass Omega-3 erhöhte Blutfettwerte einfach „wegmacht“ oder Medikamente ersetzt. Es ist ein Baustein, den man im Zusammenhang mit Ernährung, Lebensstil und der eigenen gesundheitlichen Situation betrachten sollte.

Was sind Triglyceride eigentlich?

Triglyceride sind eine Form von Fett im Blut. Nach dem Essen speichert der Körper überschüssige Energie teilweise in Form dieser Fette.

Ein erhöhter Triglyceridwert kann zum Beispiel mit Ernährung, Übergewicht, Alkohol, Diabetes oder anderen Stoffwechselveränderungen zusammenhängen.

Deshalb sollte ein auffälliger Wert immer ärztlich eingeordnet werden.

Für uns ist wichtig: Cholesterin und Triglyceride sind nicht dasselbe. Beide gehören zu den Blutfetten, aber sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Körper.

Omega 3 Blutfettwerte: Welche Rolle spielen EPA und DHA?

Die beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind besonders interessant, wenn es um Triglyceride geht.

Für EPA und DHA gibt es in der Europäischen Union eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe: DHA und EPA tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei. Dieser Effekt gilt bei einer täglichen Aufnahme von 2 g EPA und DHA.

EU-Verordnung zu zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben

Damit ist die Aussage neutral belegt und nicht direkt mit einem Produkt verknüpft.

Wichtig ist trotzdem: Diese Angabe bezieht sich auf die Aufrechterhaltung normaler Werte. Sie bedeutet nicht, dass Omega-3 erhöhte Triglyceride behandelt oder Medikamente ersetzt.

Warum sind EPA und DHA hier interessant?

EPA und DHA beeinflussen verschiedene Prozesse im Fettstoffwechsel. Deshalb werden sie seit vielen Jahren in Studien zu Blutfettwerten untersucht.

Vereinfacht gesagt: Wenn zu viele Triglyceride im Blut unterwegs sind, kann das langfristig ungünstig für Herz und Gefäße sein. Omega-3 kann hier ein Teil der Ernährung sein, der im Gesamtbild eine Rolle spielt.

Aber auch hier gilt: Ein einzelner Nährstoff löst das Problem nicht allein.

Was kann erhöhte Blutfettwerte verursachen?

Erhöhte Triglyceridwerte können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören zum Beispiel:

  • sehr zuckerreiche Ernährung
  • viel Alkohol
  • Übergewicht
  • wenig Bewegung
  • schlecht eingestellter Diabetes
  • bestimmte Medikamente
  • genetische Veranlagung

Deshalb sollte man bei auffälligen Werten nicht einfach nur ein Omega-3-Präparat nehmen und hoffen, dass sich alles erledigt.

Sinnvoller ist es, die Ursache zu verstehen und gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt zu schauen, welche Maßnahmen passen.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Die Ernährung kann einen großen Einfluss auf die Blutfettwerte haben.

Besonders hilfreich kann es sein, stark zuckerreiche Lebensmittel, süße Getränke und viel Alkohol zu reduzieren. Gleichzeitig sind ballaststoffreiche Lebensmittel, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und hochwertige Fette eine gute Basis.

Auch Omega-3-Quellen wie fettreicher Fisch oder Algenöl können dabei eine Rolle spielen.

„Wenn dich interessiert, welche Rolle Omega-3 speziell beim Thema Blutdruck spielt, findest du hier meinen Beitrag zu Omega-3 bei Bluthochdruck

Wie viel Omega-3 ist bei erhöhten Blutfettwerten sinnvoll?

Bei Omega-3 kommt es nicht nur darauf an, dass man es zu sich nimmt, sondern auch darauf, wie viel EPA und DHA tatsächlich enthalten sind.

Gerade bei Blutfettwerten ist das wichtig. Die zugelassene EU-Aussage zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels gilt bei einer täglichen Aufnahme von 2 g EPA und DHA.

Das ist deutlich mehr, als viele Menschen allein über die normale Ernährung aufnehmen.

Wer erhöhte Blutfettwerte hat, sollte deshalb aber nicht einfach selbst die Menge erhöhen. Vor allem bei Medikamenten oder bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es sinnvoll, die Einnahme vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen.

Fisch, Algenöl oder Nahrungsergänzung – woher bekomme ich EPA und DHA?

EPA und DHA kommen natürlicherweise vor allem in fettreichem Seefisch vor. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Lachs
  • Hering
  • Makrele
  • Sardinen

Wer keinen Fisch isst oder sich vegan ernährt, kann EPA und DHA auch über Algenöl aufnehmen.

Pflanzliche Lebensmittel wie Leinsamen, Chiasamen oder Walnüsse enthalten dagegen hauptsächlich die Omega-3-Fettsäure ALA. Der Körper kann daraus zwar EPA und DHA bilden, allerdings nur in begrenztem Umfang.

Mehr dazu findest du in meinem Beitrag „Pflanzliches Omega-3: Reichen Leinsamen, Walnüsse & Co. aus?“

Woher weiß ich, wie meine eigene Omega-3-Versorgung aussieht?

Das ist genau der Punkt, an dem viele unsicher werden.

Man kann sich gesund ernähren, regelmäßig Fisch essen oder Omega-3 einnehmen – und trotzdem weiß man dadurch noch nicht genau, wie die persönliche Fettsäurezusammensetzung im Blut aussieht. Auch beim Thema Omega 3 Blutfettwerte gilt: Entscheidend ist nicht nur ein einzelner Wert, sondern das gesamte Bild aus Ernährung, Bewegung und persönlicher Gesundheit.

Eine Möglichkeit ist ein Omega-3-Test für zu Hause.

Dabei wird eine kleine Blutprobe entnommen und anschließend im Labor ausgewertet. Je nach Test erhält man Informationen über verschiedene Fettsäuren und das Verhältnis bestimmter Fettsäuren zueinander.

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Wenn du wissen möchtest, wie deine eigene Omega-3-Versorgung aussieht, kannst du dir den Omega-3-Test von Eqology ansehen.

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Was ist bei erhöhten Blutfettwerten außerdem wichtig?

Omega-3 kann ein sinnvoller Baustein sein – aber eben nur ein Teil des Gesamtbildes.

Wer erhöhte Blutfettwerte hat, sollte deshalb nicht nur auf ein einzelnes Produkt schauen. Auch Ernährung, Bewegung, Gewicht, Alkohol und andere gesundheitliche Faktoren können eine Rolle spielen.

Besonders wichtig ist es, bei auffälligen Blutwerten die Ursache ärztlich abklären zu lassen. Das gilt vor allem dann, wenn die Werte deutlich erhöht sind oder bereits Medikamente eingenommen werden.

Kann Omega-3 Medikamente ersetzen?

Nein.

Omega-3 sollte nicht als Ersatz für ärztlich verordnete Medikamente verstanden werden. Wer bereits Medikamente gegen erhöhte Blutfette, Bluthochdruck oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnimmt, sollte Veränderungen bei Nahrungsergänzungsmitteln vorher mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprechen.

Das gilt besonders bei höheren Mengen EPA und DHA.

Was kannst du selbst im Alltag tun?

Oft sind es mehrere kleine Veränderungen, die zusammen sinnvoll sind.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • weniger stark zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke
  • Alkohol nur in kleinen Mengen oder möglichst selten
  • regelmäßige Bewegung
  • mehr Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel
  • hochwertige Fette bewusst auswählen
  • Omega-3-Quellen regelmäßig in die Ernährung einbauen

Das muss nicht von heute auf morgen perfekt sein. Schon kleine Veränderungen, die dauerhaft in den Alltag passen, können ein guter Anfang sein.

Fazit: Omega-3 und erhöhte Blutfettwerte

Erhöhte Blutfettwerte sind keine Seltenheit – und viele merken davon zunächst gar nichts.

Gerade deshalb lohnt es sich, die eigenen Blutwerte zu kennen und Veränderungen ernst zu nehmen.

EPA und DHA können zur Aufrechterhaltung eines normalen Triglyceridspiegels im Blut beitragen. Gleichzeitig ist Omega-3 kein Wundermittel und ersetzt weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Behandlung.

Wenn du deine eigene Omega-3-Versorgung besser einschätzen möchtest, kann ein Bluttest zusätzliche Informationen liefern.

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Häufige Fragen zu Omega-3 und Blutfettwerten

Können erhöhte Blutfettwerte durch Omega-3 wieder normal werden?

So einfach lässt sich das nicht sagen. Omega-3 kann einen Beitrag leisten, besonders wenn es um den Triglyceridspiegel geht. Ob sich erhöhte Werte verbessern, hängt aber von vielen Faktoren ab – zum Beispiel von Ernährung, Bewegung, Gewicht, Alkohol, Stoffwechsel und möglichen Vorerkrankungen.

Deshalb sollten auffällige Blutwerte immer ärztlich eingeordnet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Cholesterin und Triglyceriden?

Beides sind Blutfette, aber sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Körper.

Triglyceride dienen vor allem als Energiespeicher.
Cholesterin wird unter anderem für Zellmembranen und die Bildung bestimmter Hormone benötigt.

Bei einer Blutuntersuchung werden beide Werte häufig gemeinsam betrachtet.

Welche Omega-3-Fettsäuren sind bei Blutfettwerten wichtig?

Wenn es um Triglyceride geht, stehen vor allem EPA und DHA im Mittelpunkt. Diese beiden Omega-3-Fettsäuren kommen hauptsächlich in fettreichem Fisch und Algenöl vor.

Pflanzliche Lebensmittel wie Leinsamen oder Walnüsse enthalten dagegen vor allem ALA.

Kann ich Omega-3 einfach höher dosieren, wenn meine Werte erhöht sind?

Davon würde ich abraten.

Gerade höhere Mengen EPA und DHA sollten nicht einfach auf eigene Faust eingenommen werden. Wer Medikamente nimmt oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.

Lohnt sich ein Omega-3-Test?

Ein Test kann sinnvoll sein, wenn du nicht nur vermuten möchtest, wie deine Versorgung aussieht, sondern deine Fettsäurewerte genauer kennenlernen möchtest.

Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung, kann aber zusätzliche Informationen über die persönliche Omega-3-Versorgung liefern.

Quellen